One step beyond
9. Oktober 2009 von Fried_Shrimp
Innere Zerrissenheit, pläne die sich aufbauen und wieder in sich zerfallen wie Kartenhäuse, z.T. an den Voraussetzungen, zum Teil an einem selbst. Fehlt mir der Halt? Fehlt mir innere Überzeugung?
Bin ich einfach nur uneins zwischen meinem Sicherheitsbedürfnis und dem inneren Ruf nach Freiheit. Will ich den Weg nicht konsequent gehen oder kann ich es einfach nicht auf dem direktem Weg? Zweifel ich an mir oder schätze ich mich nur realistisch ein?
Fragen über Fragen, gerade in letzer Zeit quälen Sie mich häufig, bin ich mir selbst nich sicher was ich will, entdecke neue Wege und Möglichkeiten, habe Ideen, entwickle Pläne und verwerfe Sie wieder. Schaue mir meine momentanen Vorhaben an, überdenke Sie, zweifele, werfe Sie über den Haufen und hole Sie im sleben Moment wieder aus der Versenkung hervor.
Wankelmütigkeit ist eine sehr kindische Sache, denn ein erwachsender mit gefestigten Moral und Wertvorstellungen weiß was er will. Ein Mann weiß was er will, Frau weiß auch was Sie will, aber ein Kind? Ein Kind ist frei kann heute Feuerwehrmann werden wollen und morgen Polizist.
Das Problem ist das man mit dem Älterwerden auch immer mehr mit Situationen konfrontiert wird, welche einem die Option “Kind” nicht lassen, denn wenn man als Kind etwas nicht musste, dann war es Entscheidungen fällen zumindest keine mit größerer Tragweite. Diese kommen jedoch mit jedem Jahr mehr auf mich zu.
Entscheidungen fällt man nicht als “Kind”, entscheiden kann man nur als “Erwachsener”. Ich glaube man wird in dem Moment erwachsen, in dem man eine Entscheidung fällt und zwar keine der Art was man sich zum Geburtstag wünscht oder ob man mit Tim oder Harry spielen möchte. Nein ich rede von Entscheidungen wie “Welchen Beruf will ich erlernen”, “Nehme ich die Stelle xy an”, “Investiere ich nochmals einige tausend Euro in meine Ausbildung oder sehe ich zu was ich mit dem erreiche was ich habe.
Entscheidungen von Tragweite – Tragweite für das weitere Leben.
Und so gerne man sich auch manchmal wünscht mit der Unbedachtheit und Freiheit eines Kindes zu handeln, so sehr ist dies mit dem älter werden immer weniger möglich. Trotzdem ist es wichtig das “Kind” in sich zu bewahren. Jedoch nicht auf der Basis des Handelns sondern auf der Basis des Ausrichtens.
Wenn es darum geht Möglichkeiten zu entdecken ist kindliche Neugier sehr hilfreich – hilfreich sich nicht vor neuem zu verschließen, offen auf Jemanden/Etwas zu zugehen. Genau dieses gehen und die Entscheidung dazu erfordert jedoch den erwachsenen Menschen in uns. Der Übergang zwischen Kind und Erwachsendem erfolgt stetig schnell und fließend – Wichtig ist die Grenzen dieser beiden Rollen zu erkennen und immer wieder die Tür in die andere zu finden.


Du hast so Recht *grins*